Der Österreich-Beitrag „Thoughts Form Matter“ ist ein Plädoyer für die Kraft von Architektur als intellektuelle Auseinandersetzung mit der Welt und für die Freiheit, Räume auch abseits funktionaler und ökonomischer Zwänge zu denken.
Konzept
Der Österreich-Beitrag Thoughts Form Matter steht im Kontext der verstärkten Thematisierung von Zwischen- und Freiräumen. Die drei geladenen Teams LAAC, Henke Schreieck und Sagmeister & Walsh deuten in ihren Beiträgen das Generalthema der diesjährigen Architekturbiennale „Freiraum“ sowohl als räumliches als auch ideelles Konstrukt, als komplex dynamisches System, als wandlungsfähige Sphäre, geprägt durch Koexistenz. Drei Rauminstallationen, die teilweise ineinander übergehen, materialisieren bzw. visualisieren Begriffe wie „Abweichung“, „Atmosphäre“ und „Schönheit“.
LAAC nähert sich Freiraum in Form einer räumlichen Abweichung. In den Pavillon eingeschrieben wird eine Kreisfläche. Durch die Krümmung dieser Fläche wird deutlich, dass sich an der Oberfläche das Segment einer Sphäre offenbart, die Raum und Zeit überwindet. Die Spiegelung der Sphäre erzählt von vielschichtigen räumlichen Beziehungen. Henke Schreieck erzeugen mit einer begehbaren Holzkonstruktion und einem Lichtraum zwei unterschiedliche Atmosphären in zwei identen Räumen: dicht und licht, stabil und fragil, konstruktiv und poetisch, hell und dunkel, west und ost begegnen sich in Form unterschiedlicher Raumqualitäten. Der dritte Beitrag, gestaltet von Stefan Sagmeister und Jessica Walsh, stellt die Frage nach dem ästhetischen Anspruch, den Architektur haben muss und nach der Notwendigkeit des Schönen im Alltag. Thoughts Form Matter ist ein Plädoyer für die Kraft von Architektur als intellektuelle Auseinandersetzung mit der Welt und für die Freiheit, Räume auch abseits funktionaler und ökonomischer Zwänge zu denken.
O-Töne von Bundesminister für EU, Kunst,Kultur und Medien Gernot Blümel sowie Kommissärin Verena Konrad.
Das Generalthema der Architekturbiennale 2018 lautet „Freespace“ und wird kuratiert von Yvonne Farrell und Shelley McNamara.


