Feldkirch erleben auf der Route 68°°
Ein zentrales Element ist die „Route 68°°“, eine kuratierte Infrastrukturroute durch Feldkirch. Sie verbindet exemplarische Orte verschiedener Systeme und zeigt, wie diese ineinandergreifen. Besucher:innen bewegen sich entlang dieses Netzwerks und erhalten Einblicke in meist verborgene Bereiche des städtischen Lebens.
Künstlerische Interventionen erweitern diese Perspektiven, indem sie Infrastruktur als sozialen und kulturellen Raum erfahrbar machen. Sie bieten unterschiedlichen Akteur:innen eine Plattform und laden dazu ein, die gebaute Umwelt neu zu entdecken und gemeinsam zu reflektieren.
- Lisa Suitner (Lillilu) bringt die „Umarell“ nach Feldkirch – eine Figur, inspiriert von den stillen Beobachtern urbaner Baustellen. Die Clownfrau, Musikerin und Theatermacherin entwickelte die Maske im Meisterkurs von Matteo Destro und verbindet Humor mit genauer Beobachtung des Alltags.
- Martina Loretz erschafft mit dem „Flussdrachen“ eine mystische Geschichte rund um die Kapfschlucht in Feldkirch. Eine Hexe, der mutige Dackel Rudl und ein uralter Drache bewahren die Ill vor der Zerstörung. Ihre Werke verbinden Realität, Natur und Fantasie.
- Natali Glišić & Inge Gappmaier erforschen in „without body“ Bewegung und Verweilen im öffentlichen Raum. Die Fotografien zeigen den Dialog eines Körpers mit urbaner Architektur und eröffnen neue Perspektiven auf Stadt, Materialität und Wahrnehmung.
- Vue 18 aus Götzis bewegt sich mit seiner Musik in Zwischenräumen – dort, wo Identität und Zugehörigkeit ständig neu verhandelt werden. Seine Texte kreisen um Herkunft, Erinnerung und Heimat. Aufgewachsen in Österreich, mit Wurzeln im Nahen Osten, verarbeitet er persönliche und politische Spannungen in rohem, atmosphärischem Rap.
