Max Eisenköck: Drei Gebäude, eine Haltung
VORTRAGArchitekt Max Eisenköck stellt drei unterschiedliche architektonische Arbeitsfelder gegenüber. Die Villa Rezek von 1933 in Wien, ein bedeutendes Beispiel der Wiener Moderne, wurde aus einem ruinösen Zustand zu einem Zentrum für Architektur- und Zeitgeschichte restauriert, das Nutzung, Öffentlichkeit und Denkmalpflege verbindet. Auf dem Flachdach eines denkmalgeschützten Eisenbetonbaus in Wien wird anhand eines geplanten Pavillons untersucht, ob eine zeitgemäße Weiterführung eines minimalistischen Stahlbetonskeletts unter heutigen technischen und rechtlichen Rahmenbedingungen noch gelingen kann. Auf der Postalm thematisiert das soeben fertiggestellte Seminarhaus Leierhof den Neubau in sensibler alpiner Landschaft mit den damit verbundenen Zielkonflikten zwischen Nutzung, Ökologie, Gestaltung und Verantwortung. Der Vortrag schließt mit einem Ausblick auf künftige Projekte und Fragestellungen.
Maximilian Eisenköck
Geboren in Graz, studierte er Architektur an der Technischen Universität Wien und ist seit 2014 als selbstständiger Architekt tätig. Er leitete unter anderem die Restaurierung des Museumshauses Villa Rezek und absolvierte 2022–23 den International Course on the Conservation of Modern Heritage am Getty Institute in Los Angeles. Mit seiner Erfahrung im Umgang mit Baudenkmälern, Institutionen und Auftraggebern sorgt er für die inhaltliche und organisatorische Kohärenz der Projekte – von der denkmalgerechten Restaurierung bis zu zeitgenössischen Neubauten.
