Camillo Sitte (1843-1903) ist unter Stadtplanern und Architekten in erster Linie für sein Buch Der Städtebau nach seinen künstlerischen Grundsätzen von 1889 bekannt. Sittes Theorie vom Städtebau als essenziell öffentliches und raumbezogenes Unterfangen wurde teils euphorisch empfangen, teils mit Skepsis entgegen genommen, doch erst die jüngerer Forschungsgeschichte hat Sitte seinen gebührenden Platz als führender Stadtbautheoretiker des ausgehenden 19. Jahrhunderts zuerkannt.
das junge architektInnenteam mit sitz in wien wurde erst kürzlich bei der ersten architektur-biennale in rotterdam für das projekt FILEkit für den "communication award" nominiert und hat mit dieser intervention für furore gesorgt.
Die stetig wachsende Menge an Daten im Internet macht eine alternative Darstellung zur Textform nötig. Informationsarchitektur beschäftigt sich mit der visuellen Umsetzung dieser abstrakten Daten, wobei anfangs größtenteils 2D-Modelle, später aber immer häufiger auch 3D-Modelle zum Einsatz kamen.
Unter dem Titel "Species - foa''s phylogenesis" zeigt das MAK eine Ausstellung, die einen Überblick über das zehnjährige Schaffen des in London von Farshid Moussavi und Alejandro Zaera-Polo gegründeten Architekturbüros FOA - Foreign Office Architects - gibt.
Auf Initiative der Architekturschulen veranstaltet die Akademie der bildenden Künste Wien in Zusammenarbeit mit Zumtobel Staff heuer zum dritten Mal die Otto Wagner-Lecture. Programmatisch wird jährlich ein international renommierter Architekt eingeladen (2000: Rafael Moneo, 2001: Rem Koolhaas), wobei mit Bezug auf den berühmten Namensgeber der Lecture, der von 1894 bis 1914 an der Akademie lehrte, entscheidende Kriterien der innovativ-experimentelle Charakter des Bauens sowie die Lehr- und Vermittlungstätigkeit des Gastvortragenden ist.
Die Ausstellung ''one hundred houses for one hundred european architects of the 20th century'' wird - einmalig in Österreich - bis zum 16.2.2003 in der neuen Stadthalle Graz gezeigt.
Im Rahmen einer Festveranstaltung wird am 13. Dezember 2002 der Staatspreis Architektur 2002 für Tourismus und Freizeit von Staatssekretärin Marès Rossmann verliehen.
Die Österreichische Friedrich und Lillian Kiesler-Privatstiftung vergibt den Österreichischen Friedrich Kiesler-Preis für Architektur. Der Preis wird zunächst für einen Zeitraum von dreißig Jahren insgesamt fünfzehnmal in Abständen von jeweils zwei Jahren vergeben. Die Jury besteht aus fünf Personen, von denen drei Nichtösterreicher zu sein haben. Sie wird vom Stiftungsvorstand bestellt, der auch den Vor-sitzenden nominiert. Die Vergabe des Preises erfolgt alternierend durch die Republik Österreich und die Stadt Wien. Der britische Architekt CEDRIC PRICE (geb. 1934) erhält am 9. Dezember 2002 den mit 55.000 Euro dotierten 3. Österreichischen Friedrich Kiesler-Preis für Architektur und Kunst
baustelle land ist ein von den Architekten Peter Pretterhofer und Reinhard Schafler initiiertes, sowie dem Künstler Klaus Schafler gedrehtes Filmprojekt, bei dem baukulturelle Fragen und zeitgenössische Architektur im ländlichen Kontext thematisiert werden. Der Videofilm zeigt Bauen und Architektur speziell am Land in der Steiermark anhand acht ausgewählter Bauprojekte. Der Schwerpunkt liegt nicht im Darstellen der Architektur an sich, sondern in der Beschreibung differenzierter Entstehungsbedingungen von Architektur und deren Rezeption von der Bevölkerung. Dokumentation einer atmosphärischen Annäherung an die Prozesse des Bauens in Gemeinden durch Interviews und belebte Architekturen im Originalton.